Johansson und Stroemsheim siegen im ersten Sprint in Obertilliach

Tilda Johansson aus Schweden und Endre Stroemsheim aus Norwegen sicherten sich den Sieg im ersten Sprint des IBU Cups in Obertilliach, Österreich. Für Johansson ist es der erste IBU-Cup-Sieg ihrer Karriere.

Johansson klettert weiter

Bei wolkigen, windigen Bedingungen behielt Johansson am Schießstand die Nerven, räumte alle Scheiben ab und gewann in 22:16,8. Sophie Chauveau aus Frankreich, die derzeit auf Platz 18 der BMW IBU Weltcupgesamtwertung liegt und mit ein paar Erfolgen vor der BMW IBU Weltmeisterschaft extra Selbstvertrauen tanken will, setzte den letzten Schuss daneben und wurde Zweite, 36,6 Sekunden hinter der Schwedin. Lydia Hiernickel aus der Schweiz erreichte den ersten Treppchenplatz in ihrer allerersten Biathlonsaison. Sie war nach den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 vom Langlauf zum Biathlon gewechselt. Sie verfehlte eine Scheibe und landete 47 Sekunden hinter der Siegerin auf Platz drei.

„Ich habe mich heute vor dem Start müde gefühlt. Mein Plan war es, mich auf das Schießen zu konzentrieren und das hat perfekt geklappt. Ich habe meinen allerersten IBU-Cup-Sieg eingefahren. Das hilft mir dabei, meinen Vorsprung in der Gesamtwertung aufzubauen“, sagte Johansson.

Paula Botet aus Frankreich scheiterte am 10. Schuss und wurde Vierte, 50,8 Sekunden hinter Johansson. Fuyuko Tachizaki aus Japan kam mit 9/10 und einem Rückstand von 53,5 Sekunden auf Rang fünf. Juliane Frühwirt aus Deutschland zählte zu den wenigen Athletinnen, die fehlerfrei blieben. Sie lag am Ende nur eine Zehntelsekunde hinter der Japanerin auf Rang sechs.

Johansson baute ihre Führung in der IBU-Cup-Gesamtwertung auf Gilonne Guigonnat aus Frankreich. Sie beträgt nun 99 Punkte.

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Stroemsheims sechster Saisonsieg

Stroemsheim schlug seinen Teamkollegen Vebjoern Soerum im Kampf um die schnellste Laufzeit im IBU Cup und sicherte sich so den Sieg im ersten Sprint des IBU Cups in Obertilliach. Dmytro Pidruchnyi aus der Ukraine holte in seinem ersten Rennen nach einer Knieoperation Rang drei.

Stroemsheim verfehlte einen Schuss in jedem Anschlag, erkämpfte sich aber dennoch seinen sechsten IBU-Cup-Sieg in der Saison 2022/2023 in 24:26,9. Soerum zeigte dasselbe Schießmuster wie sein Teamkamerad und landete mit einem Rückstand von 9,4 Sekunden auf Platz zwei. Pidruchnyi verfehlte stehend eine Scheibe und kam 9,8 Sekunden hinter dem Sieger auf Rang drei ein.

„Es war heute ein Laufduell gegen Vebjoern. Ich bin schneller angegangen als er, doch nach zwei Fehlern musste ich auf sein Stehendschießen warten. Als er auch den zweiten Fehler schoss, kam es auf die Schlussrunde an. Zum Glück habe ich gewonnen. Meine Laufform ist gut. Meine Schießleistung kann ich noch etwas steigern, aber es reicht aus, um die Gesamtwertung anzuführen“, sagte Stroemsheim.

Aleksander Fjeld Andersen kam mit 9/10 und einem Rückstand von 18,6 Sekunden auf Platz vier. Fünfter wurde Mats Oeverby aus Norwegen. Er schaffte damit nach einer kleinen Knieverletzung und einer enttäuschenden Woche bei den IBU Offenen Europameisterschaften in Lenzerheide ein Comeback mit nur einem Fehler und einem Abstand von 29 Sekunden. George Buta aus Romänien zeigte 10/10 und komplettierte das Podium der Flower Ceremony mit Platz sechs, 31,2 Sekunden hinter dem Sieger aus Norwegen.

Stroemsheim führt mit 976 Punkten die IBU-Cup-Gesamtwertung an. Er hat einen Vorsprung von 262 Punkten auf Oeverby. Es stehen noch vier Wettkämpfe aus.

Foto: IBU/H. Deubert

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